Wohnquartier der Genügsamkeit
▼

 

 

 

Das ecovillage hannover ist ein genossenschaftlich organisiertes, privates Wohnungsbauprojekt, in dem die zukünftigen Bewohner*innen die Planung des gesamten Quartiers gemeinschaftlich selbst in die Hand nehmen. Das Projekt ist ein von vielen Institutionen gefördertes Modellprojekt für einen kollektive Quartiersentwicklung. 

 

Zu dem Wettbewerb waren sechs regionale Architekturbüros eingeladen, einen Entwurf für ein suffizientes und klimaneutrales Stadtquartier in Kronsberg Nord am südöstlichen Stadtrand von Hannover zu entwickeln. Gewünscht waren bezahlbarer Wohnraum in einer planerisch sinnvollen Mischung von Gebäudetypologien und einer Vielfalt von Bau- und Wohnformen. 

 

OrtWettbewerbAuslober
Hannover-Kronsberg Nord8/2020 ecovillage hannover eG.
GrundstückWohnungenLeistung

49.300 m2 

>500 WohneinheitenKooperativer städtebaulicher Wettbewerb mit Hochbauanteil

Unser Wettbewerbsentwurf greift die historische Siedlungsform eines Rundlingsdorfs auf, in dem sich alle Gebäude um einen zentralen Platz gruppierten. Wir übertragen diese Idee auf die Nachbarschaften genannten einzelnen Wohn- und Lebensbereiche. Sie gruppieren sich um einen gemeinschaftlich gestalteten und genutzten Grünraum. Im Mittelpunkt aller Nachbarschaften steht wiederum der Dorfplatz, um den sich übergeordnete Funktionen gruppieren. Das Informationszentrum ist das Herzstück des Platzes und dient als Anlaufpunkt für Bewohner und Besucher. Es entsteht eine verknüpfte Gemeinschaft unterschiedlicher Nachbarschaften. Dabei lassen unterschiedliche Gebäudetypologien eine große Vielfalt an Wohnformen entstehen. Das gesamte Quartier ist verkehrsberuhigt angelegt und wird hauptsächlich zu Fuß oder per Fahrrad erschlossen.

 

Holzmodulbauweise

Alle Gebäude sind komplett aus Holz vorgefertigt und basieren auf einem einheitlichen Konstruktionsprinzip. Die Dächer sind extensive begrünt. Alle im Innenraum verwandten Baumaterialien sind unschädlich und fördern das Innenraumklima.

  1. x

    Amphitheater

    Eine Mulde im Boden ist ein Regenwasserrückhaltebecken und Amphietheater mit grüner Besucher-Tribüne zugleich.

  2. x

    Zentraler Dorfplatz

    Der Dorfplatz ist zentrale Anlaufstelle für alle Nachbarschaften des Quartiers. Der Platz treppt sich zur Mitte ab und schafft Sitzgelegenheiten, die zum Verweilen einladen.
  3. x

    Das Infozentrum

    Als Rundbau bildet es das sichtbare Herzstück des Dorfplatzes. Das Erdgeschoss öffnet sich zu Platz und über eine integrierte Treppe gelangt man vom Platz direkt auf eine Dachterrasse, die einen Ausblick über das gesamte Quartier ermöglicht. In den Obergeschossen befinden sich gemeinschaftlich genutzte Multifunktionsräume.
  4. x

    Zentrale Einrichtungen

    Um den Dorfplatz gruppieren sich gemeinschaftlich genutzte Funktionen wie ein Backhaus mit Café, Werkstätten, ein Lagerhaus sowie eine Poststation.
  5. x

    Die Nachbarschaften

    Die Nachbarschaften bilden das Grundelement im ecovillage. Im Zentrum jeder Nachbarschaft steht ein Grünraum. Außerdem stehen hier allen Bewohnern Gemeinschaftsflächen, Waschküche und weiteren Abstellräume zur Verfügung.
  6. x

    Straßen- und Wegenetz

    Das gesamte ecovillage ist verkehrsberuhigt angelegt und wird hauptsächlich zu Fuß oder mit dem Fahrrad erschlossen. Eine Erschließungsstraße und ein Fahrradschnellweg durchqueren das Quartier. Autoverkehr ist eingeschränkt erlaubt, muss sich aber den anderen Verkehrsteilnehmern unterordnen.

  7. x

    On-Wheel-Tinys

    Im ecovillage stehen auch Stellplätze für Tiny Houses „on-wheels“ bereit. Um den Hin- und Abtransport zu erleichtern, sind sie am Rand der Nachbarschaften angeordnet.

  8. x

    Die Gästehäuser

    Sie liegen zentral am Rande des Dorfplatzes. Die Appartements können von den Bewohnern des ecovillage angemietet werden.

  9. x

    Stellplätze

    Das Quartier ist verkehrsberuhigt angelegt, gut durch den ÖPNV angebunden und unterliegt nicht der Stellplatzverordnung. In den Außenbereichen werden jedoch eine begrenzte Anzahl von Stellplätzen angeboten.