Farbenfroher Dreiklang

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Umnutzung einer Art Déco Villa mit zwei Anbauten als international bilingual montessori school

 

Eine mondäne, herrschaftliche Villa aus dem frühen 20. Jahrhundert, ein eleganter Anbau aus den frühen Sechzigern und ein kühler Neubau aus den Siebzigern – lange Jahre war dieses heterogene Ensemble in der Frankfurter Innenstadt ein Ort für sachliche Geschäfte. Doch nun haben Kinder die Häuser erobert! Das Ensemble wurde zur neuen Heimat der ibms – international bilingual montessori school. 

Dabei war architektonisch einiges zu beachten. Bedeutende Eingriffe in die Substanz waren erforderlich, um die vorhandenen Qualitäten zu stärken. Farben führen künftig als Leitsystem durch die Gebäudebereiche. Jeder einzelne Raum erhielt eine individuelle Lösung, um dessen Charakter hervorzuheben. Zudem entstanden um die Häuser neu gestaltete Freiflächen, die viele Spielmöglichkeiten bieten.

OrtBauherrFertigstellung
Senckenberganlage 20-22, Frankfurt am MainTalanx Immobilien01/2019
FlächenBaukostenLeistungen
6.250 m2 BGF, 2.450 m2 Freiflächen5,5 Mio.€Generalplanung ohne TGA, Lph. 1-8 + Freiflächen
MaßnahmenFotos
Revitalisierung, Umnutzung, Interior DesignBen Kuhlmann

Das Raum-Farbkonzept

Den drei Kinderbetreuungsbereichen der ibms, Nido (Kleinstbetreuung), Kita und Schule, wird eine Grundfarbe zugeordnet. Eine neue externe und interne Erschließung durchzieht das Gebäude wie ein Netz. Individuelle Lösungen für einzelne Räume wurden entwickelt, um den Charakter und die Besonderheiten, wie zum Beispiel Raumkomposition und Lichtverhältnisse, hervorzuheben. Die Raumoberflächen werden nicht komplett durch den Eingriff überdeckt. In bestimmten Bereichen scheinen die historischen Schichten durch. Die Geschichte des gesamten Ensembles wird ähnlich wie beim Palimpsest sichtbar. 

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Ein Garten zum Spielen

Der hintere unbebaute Grundstücksteil wurde in einen Abenteuerspielplatz verwandelt. Die großen Bäume bilden den Rahmen für eine umfassende und kindgerechte Landschafts- und Spielplatzgestaltung.

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    Art Déco Villa

    Ein Baudenkmal aus dem Jahr 1906 ist der repräsentative Zugang von der Senckenberganlage. In dem herrschaftlichen Haus residieren nach dem Umbau im Erdgeschoss die Kleinkinderbetreuung (Nido) und in den Obergeschossen die Verwaltung.

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    Erweiterung (nicht im Bild)

    Weiter nördlich auf dem Grundstück schließt die erste elegante viergeschossige Erweiterung aus dem Jahre 1961 an, die in ihrer Gestaltung Anleihen an dem denkmalgeschützten Altbau nimmt. Im Erdgeschoss sind nach dem Umbau die Kleinkinderbetreuung Nido, im ersten OG der Kindergarten und in den Geschossen darüber sie Schule untergebracht.

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    Anbau

    1972 wurde hinter der Villa ein fünfgeschossiger Anbau als weitere Erweiterung errichtet. Die Flächen orientieren sich nach hinten zum Spielplatz im Garten. Im Erdgeschoss liegen die Räume der Kleinkinderbetreuung Nido, im ersten Obergeschoss die des Kindergarten und darüber die der Schule. Im obersten Geschoss folgt die Mensa.

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    Spielplatz

    Auf dem 2.450 m2 großem Grundstück hinter dem Ensemble wurde eine Abenteuer-Spiellandschaft errichtet, die in Pausen und nach der Schule zum Spielen einlädt. Der alte Baumbestand wurde erhalten.

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    Farb-Raum-Konzept

    Das Farb-Raumkonzept dient der Orientierung und zieht sich durch den gesamten Schulbau. Im Erdgeschoss sind es die Blautöne des Nido (Kleinkinderbetreuung) im ersten OG das Gelb des Kindergartens und darüber das Grün der Schule. Die Eingänge zu den Bereichen sind in der jeweiligen Farbe gestaltet.