Ein Ensemble von Industriegebäuden wandelt sich

Industrie- und Produktionsgebäude aus mehreren Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts am Kurt-Blaum-Platz in Hanau wurden zu einem Büro- und Schulungszentrum umgebaut.

Namensgebendes Gebäude ist ein Hochhaus mit einem markanten Knick in der Fassade, das aufgrund der ursprünglichen Fassadenfarbe „Blaue Haus“ genannt wurde.

Durch den Abriss von zum Platz hin vorgelagerten niedrigen Gebäuden wurde die städtebauliche Situation in dem heterogenen Umfeld wesentlich gestärkt. Das „Blaue Haus“ präsentiert sich heute in strahlendem Weiß und orientiert sich mit dem neuen Haupteingang und entsprechend repräsentativen Vorbereich zum Kurt-Blaum-Platz.

Nach dem Umbau verfügt das Ensemble neben den Team- und Großraumbüros für die 430 Mitarbeiter auch über freundliche und helle Meeting-, Aufenthalts- und Pausenräume. Weite Flure und die ungewöhnliche, der ursprünglichen Nutzung als Produktionsgebäude geschuldeten, großen Geschosshöhe verstärken den Eindruck dieser Großzügigkeit. Im Erdgeschoss finden ein internes Schulungszentrum des neuen Eigentümers sowie eine Cafeteria und Praxisräume Platz.

Materialien und Farben sind aufeinander abgestimmt, die Formensprache ist reduziert, Oberflächen und Transparenz sind bewusst als Stilmittel eingesetzt. Alle Büro- und Schulungsräume entsprechen den neuesten Erkenntnissen moderner Bürostandards und dem Anspruch des Nutzers an seine Corporate Architecture. Insgesamt beliefen sich die Kosten für den Umbau auf 8,5 Millionen Euro.